busy

Veröffentlicht in everyday life am 15. Januar 2009 von stachelchen

Ja, wie war das doch gleich mit den Vorsätzen? Achja, bloß gut, dass ich mir keine zurechtbastele, damit ich mich spätestens Ende Januar lauthals darüber beschweren kann, was mich wieder alles davon abgebracht hat, die neuen Ziele in die Tat umzusetzen. Aber das Schreiben wollte ich ursprünglich gar nicht vernachlässigen. Die Begründung dafür, dass es doch so weit gekommen ist, ist keine Ausrede und simpel: Uni.

Naja, und ein bisschen die Weihnachtsmüdigkeit, Silvester, Berlin, komplizierte Beziehungen, Kälte…Aber jetzt, wo es auf die Klausuren zugeht, muss das alles verdrängt werden. Nächste Woche beginnt das Grauen und wie immer ist das viel zu zeitig. Hoffentlich bleibt es dennoch beim üblichen Ausgang: Irgendwie klappts immer.

Eigentlich sollte es mich auch motivieren, dass das Semesterende naht, also so an sich zumindest, aber enntspannte Semesterferien sind was anderes. Drei Hausarbeiten. Freude pur.

Deshalb konzentriere ich mich lieber auf Nashville, jawoll. Zehn Tage in die weit entfernte USA, ich glaube nicht, dass ich das begreife, bevor ich aus dem Flieger aussteige. Es wird spannend, und obwohl ich ein Vorbereitungsfreak bin, vergesse ich bestimmt irgendwas, was ich dort nicht kaufen kann. Wobei – was könnte in den USA nicht irgendwie käuflich zu erwerben sein?! Insgeheim hoffe ich tatsächlich, dass manche Klischees zutreffen.

Nach diesem Tag – erste Stunde Spannung pur, Zahnarzt, Stadt, neuen Drucker bejubeln – habe ich mir die erste Folge der zweiten Staffel von „Pushing Daisies“ redlich verdient. Davon hatte ich hier bisher noch gar nicht geschwärmt, das verdient eigentlich eine Badewanne voll Asche auf mein Haupt. Aber mein direktes Umfeld konnte mir nicht entrinnen (:, aber heute ist es nicht verfügbar und so muss es hier raus. Tut mir Leid, das nächste Mal kündige ich es vielleicht vorher an wenn wieder die beste Serie dieser Welt mein Herz erwärmt und mich alles ringsherum vergessen lässt…jwd.

beginning

Veröffentlicht in everyday life am 15. Oktober 2008 von stachelchen

Drei Monate Ferien waren eindeutig zu viel! Sie waren wunderbar, erlebnisreich, wirklich toll, wenn ich an La Palma, Prag und viele weitere schöne Stunden denke, aber wenn ich jetzt sehe, was in diesem Semester auf mich zukommt, hätte ich mir die Ferien lieber aufgeteilt, wenn das möglich gewesen wäre. Das Schlimmste sind eigentlich die vielen Vorträge und Hausarbeiten, die man parallel abarbeiten muss. Gut, niemand hat gesagt, dass es einfach werden würde, aber ein wenig überfordert kann man sich da schnell fühlen. Diese Woche wird wohl noch ein wenig Entspannung möglich sein, aber dann gehts richtig los…Kleiner Trost: Wenige Wochenstunden und voraussichtlich nur eine Klausur zum Semesterende, dafür aber eben viel mehr Heimarbeit – zum Glück ist es das Wintersemester, da stört das nicht allzu sehr. Und es wird sowieso alles wieder viel zu schnell vorbei sein und die Planung des Auslandsaufenthalts ist immer noch so gut wie nicht vorhanden. Es wird sicher spannend, wie das abläuft – Hauptsache, ich kann meinen Mindestaufenthalt von zehn Wochen in Großbritannien verbringen, wie…ist eine andere Frage.

Solange man halbwegs motiviert ist, sollte man auch loslegen – mal sehen, wie lange dieser Vorsatz halten wird…

addicted

Veröffentlicht in everyday life am 11. September 2008 von stachelchen

Dienstag ist ein toller Tag. Traurig, dass RTL dafür verantwortlich ist, aber bei Serien konnte ich mich bisher irgendwie nicht überwinden, die DVDs zu kaufen. Aber bei Dr. House ist die Überlegung angebracht. Durch den Urlaub war ich extrem auf Entzug, und das auch noch beim Start der vierten Staffel. Deshalb war dann der Abend des 9.9. Dr. House gewidmet. Das Verpasste wurde nachgeholt, wahrlich inhaliert, so grandios war es wieder mal. Dieser Humor ist so bösartig wie genial, dieser Arzt eindeutig zweideutig. Was kann man besseres dazu sagen als – perfekt?

Im direkten Vergleich fällt es fast noch deutlicher auf, dass Welten zwischen anspruchsvollem Humor à la House und Brachialhumor à la Hollywood liegen. Amerikas Film- und Serienwelt ist doch echt schizophren. Gut zu wissen ist es aber wenigstens, dass eine der zwei Seiten mehr als lobenswert ist, während die andere getrost vernachlässigt werden kann. An dieser Stelle muss ich mich selbst zitieren, was die zwei Filme betrifft, die im Flugzeug angeboten wurden. Fünf Stunden sind lang, dank der Filme verging wenigstens die Zeit etwas schneller, aber sonst kann man diesen Schinken nichts Positives abgewinnen:

Love Vegas
(Hinflug)
Der ganze Film ist einfach nur hirnrissig, die Dialoge sind dämlich, zwischen den Hauptdarstellern stimmt die Chemie nicht, das Drehbuch wurde wohl auch während einer sehr, sehr langen Nacht in Vegas zusammengestückelt. Eine Ausgeburt der Vorhersehbarkeit. Ganz, ganz gruselig.

0/10 Albernheiten

Ein Schatz zum Verlieben
(Rückflug)
Richtiger Quark, der es seltsamerweise in die Kinos geschafft hat, um schließlich im Flugzeug als Lückenfüller zwischen Start und Landung sein tristes Dasein zu verbringen. Vielleicht lag’s an mir und an der luftigen Höhe, aber das Drehbuch erschien mir einfach wie ein Kessel Buntes, gefüllt mit seltsamen Einfällen und vorhersehbaren Wendungen. Laut und (meistens eher im negativen Sinne) durchgeknallt. Wenigstens hatten die Hauptdarsteller noch ein wenig Charme und alle hatten sichtlich Spaß an dem Unsinn (dafür ein Gnadenpunkt). Donald Sutherland konnte den Film zwar nicht retten, aber war wenigstens nicht ganz so albern. Vielleicht wollte jemand einfach nur einen Film lang den halbnackten, dauernassen Sunnyboy Matthew McConaughey über die Landwand spacken sehen. Wer weiß.

2/10 im Meer versenkte Schmuckkästchen

Ich muss ehrlich sein: Nach „Im Dutzend billiger 2″ und dem dreiundzwanzigsten Mal „Mr. Bean im Friserursalon“ hätte ich nicht auf etwas Besseres hoffen sollen. Aber einen letzten Rest Optimismus hatte ich mir für diesen Flug noch aufgehoben – pure Verschwendung. Das nächste Mal sollte man Langstrecke fliegen, da bekommt man (allerdings nur in der Business Class) echte Schmuckstücke wie „Sweeney Todd“ angeboten!

Aber zurück auf die Erde: Als ersten Film nach dem Urlaub hatte ich „Signs“ auserkoren, was sich aber schnell als Fehlgriff herausstellte. Ich hasse es wirklich, einem Film keine Chance zu geben und ihn nicht zu Ende zu sehen, aber dieser hier ließ mir keine andere Wahl. Es lag sicher nicht nur an der Synchronisation, dass die Dialoge nichtssagend und unrealistisch waren, die Geschichte hat mich überhaupt nicht gefesselt und die Kinder dienten hier leider auch nur als großäugiges und Angst-habendes Beiwerk. Schade, da „The Sixth Sense“ wirklich gut war, aber M. Night Shyamalan hat offenbar auch manchmal Aussetzer.

Da kann man mit locker-leichter Unterhaltung nichts falsch machen, dachte ich mir am Sonntag, und so landete ich bei „Hitch – Der Date-Doktor„. Eigentlich ein Film, bei dem man im Prinzip auch recht schnell weiß, wie er ausgeht. Aber irgendwie hat er das, was „Love Vegas“ (und noch so einigen anderen) fehlt: gut aufgelegte Hauptdarsteller (allen voran Kevin James, was hab ich gelacht; und Will Smith stehen solche Rollen einfach), spritzige Dialoge, niemals Langeweile und sogar ein Schuss Wahrheit – da kann man noch eher von dem Hollywood-typischen Ende absehen. Sicherlich nicht der beste Film dieser Sparte, aber einer der besseren zum gute-Laune-Kriegen, Wohlfühlen und über-sich-selbst-Lachen.

7/10 Rendezvous

Für den Fall, dass es mal wieder ganz eng wird und ich am liebsten die Fernsehzeitung samt Fernseher aus dem Fenster schmeißen will, sollte ich mir vielleicht doch die Dr. House-Staffeln zulegen. Da ist man wenigstens immer auf der sicheren Seite. Und ich würde mich nicht nur auf Dienstag Abend freuen.

remembering#2

Veröffentlicht in everyday life am 7. September 2008 von stachelchen

21.08.2008

Typisch spanisch, möchte man sagen. Oder typisch palmerisch? Jedenfalls wäre es in Deutschland undenkbar, Touristen allein einen steinigen Weg absolvieren zu lassen, der links und rechts nicht nur unbefestigt ist, sondern auch an einem beträchtlich tiefen Abgrund entlangführt. 

Nichts für Leute mit Höhenangst. Und auch nichts für Leute mit typisch deutscher Kontroll- und Absicherungssucht. Auf La Palma geht es offenbar frei nach dem Motto: Ein bisschen Spaß muss sein! Und ein bisschen Nervenkitzel…

Beim späteren Einkauf im auf den Kanaren überall verbreiteten „Hiperdino“ machten wir dann auch eine kleine, aber, wie ich finde, sehr hübsche Erfahrung: Zwischen der Obst- und Gemüseabteilung und dem Fischangebot lagen einige Handtücher auf einem Stapel, ohne dass ein Preis vermerkt worden war. Mit Händen und Füßen machten wir einer freundlichen Verkäuferin verständlich, dass wir den Preis wissen wollten. Die Frau nahm das Handtuch, legte es auf eine Obst- und Gemüsewaage und drückte einen Knopf irgendwo zwischen Bananen und Gurken. Die Maschine spuckte einen Ausdruck aus, den sie auf das Handtuch klebte, um uns dieses wieder in die Hand zu drücken. Dank des Wörterbuchs, das ich immer zum Einkaufen mitnahm, übersetzte ich den Aufdruck: „Handtuch nach Gewicht“. Ein Kilo Handtücher für 14,99€. Einfach, aber genial. Das habe ich in Deutschland wirklich noch nicht gesehen. Wäre sicher eine Überlegung wert, das hier auch einzuführen. Dann heißt es künftig beim Zusammenstellen der Einkaufsliste: „Bringst du bitte drei Kilo Kartoffeln, zwei Pfund Erdbeeren und 250 Gramm Handtücher mit?“

remembering#1

Veröffentlicht in everyday life am 4. September 2008 von stachelchen

19.08.2008

So eine Bremsung habe ich auch noch nicht erlebt. Gut, bei einer Landebahn, die vom Meer in ihrer Länge ein wenig eingeschränkt ist, ist es irgendwie logisch, dass sich ein Pilot bei der Landung nicht so viel Zeit lassen kann. Viel wichtiger ist sowieso, dass man endlich nach sechsstündiger Flugreise mit zwei Mal Start und Landung am Ziel angekommen ist. Nur war von Sonne nichts zu sehen. Wolken, Wind, aber immerhin 28°C. Auf dem Weg in die Sonne mussten noch einige Wege absolviert werden, der abenteuerlichste war der vom Flugzeug zum Kofferband. Zu Fuß lief man gut und gerne zehn Minuten direkt am Flugplatz entlang, zwanzig Meter von riesigen Flugzeugen mit angeschalteten Turbinen entfernt, bepackt mit Handgepäck und verdutzten Mienen. Mitarbeiter des Flughafens verfügten natürlich über anständigen Gehörschutz, der dem 0815-Touristen aber leider verwehrt blieb. Nettes Willkommensgeschenk, so ein Hörsturz. Dank geschicktem Einsatz der Hände konnte jedoch Schlimmeres vermieden werden und so gelangte man endlich doch noch zum Kofferband, wo wie immer zuletzt unsere verloren geglaubten Koffer auftauchten. Wir ahnten nicht, dass uns erneut eine kleine Odysee bevorstand, diesmal aber noch interessanter, da wir mit zusätzlichem Gepäck ausgestattet waren, das auf einem nicht gerade vertrauenserweckenden Kofferwagen mit Eigenleben Platz fand. Immerhin musste man ihn nicht mit einer Euro-Münze füttern, sodass es egal war, wo man ihn schließlich abstellte – Hauptsache, man musste nicht den ganzen Weg zurücklaufen!

Bergab sollten wir dann einem alltours-Angestellten hinterher rennen, der es ohne Gepäck natürlich wesentlich leichter hatte als wir und so verloren wir ihn schnell aus den Augen. Auf gut Glück liefen wir zu einem großen Parkplatz, wo wir schließlich tatsächlich unseren Mietwagen erhielten. Die Abfertigung verlief in einem ehemaligen Buswartehäuschen, wo zwei zuständige Verteter der Mietwagenfirma, mit allerlei bunten Zetteln bewaffnet, jedem Urlauber-Grüppchen einen Autoschlüssel aushändigte. Eine Stunde hatte der ganze Spaß schon mal gedauert, aber immerhin war das Auto (gefunden nach erneuter Mini-Wanderung von fünf Minuten anhand der Informationen über Autofarbe, -marke und -kennzeichen und ungefährem Standort (turn left and go to the end of the street)) gut in Schuss und bot genug Platz für unser Gepäck.

Dank einer hilfreichen Wegbeschreibung war unser Domizil schnell gefunden und erfreulicherweise strahlte die Sonne auf der Westseite der Insel von einem wolkenlosen Himmel. Wir strahlten ebenso, als wir die Spritpreise sahen (90.3 Cent pro Liter Normalbenzin) und noch mehr, als wir die herrlich begrünte Bungalowanlage sahen, die zwei Wochen lang unser Zuhause sein würde.

Der anstrengende Anreisetag neigte sich im nahegelegenen „Carmen“ dem Ende, wo wir uns erste spanische Brocken abrangen, obwohl der Kellner (und wohl gleichzeitig auch Besitzer des Restaurants) sehr gut Deutsch verstand, was wir aber erst beim zweiten Besuch so richtig gemerkt hatten. Geschmeckt hat es allemal, besonders die typisch kanarischen papas arrugadas seien jedem ans Herz gelegt, der mal auf eine der schönen Inseln reist.

04.09.2008

Nach zwei Wochen hat man irgendwie verdrängt, wie nervig eine Großstadt manchmal sein kann. Volle Busse, Leute, die im Weg rumstehen oder mit aller Gemütsruhe schlendernd den Weg blockieren, Herbst- und Winterklamotten in allen Läden, obwohl noch nicht einmal der Spätsommer angefangen hat. Dresden ist und bleibt natürlich meine Heimat- und Lieblingsstadt, aber manchmal fällt es einem etwas schwer, die unangenehmen Seiten des Stadtlebens auszublenden. Aber solange das Positive überwiegt, kann ich das Geschubse und Gedrängel hinnehmen. Vor allem auch mit dem Wissen, dass ab Ende November (oder schon Oktober?) alles noch viel schlimmer wird und somit jetzt alles halb so wild ist.

travelling

Veröffentlicht in everyday life am 18. August 2008 von stachelchen

Die letzten beiden Tage vor dem Urlaub sind immer die stressigsten und nervigsten. Aber irgendwie übersteht man sie immer, sodass man sich dann richtig auf die kommenden erholsamen Tage freuen kann.

Dank des Stadtfestes kam gestern schon richtig gute Stimmung auf – Fool’s Garden und ein Fresh Maker dienten als ganz angenehmer Lückenfüller bis zum großen Abschlussfeuerwerk des Dresdner Stadtfestes. Man kam sich vor wie in einer richtig großen Großfamilie, mitten unter tausenden von Menschen, von überall her, die gebannt in den Himmel schauten und – begleitet von leise geraunten Ah’s und Oh’s - das farbenfrohe Wunderwerk der Pyrotechnik bestaunten. Nach zehn Minuten war zwar alles schon wieder vorbei, aber die gute Stimmung blieb auch während des allgemeinen Aufbruchs noch erhalten. Man muss Dresden einfach lieben, spätestens nach so einem Abend kann man gar nicht anders.

Um so schwerer fällt es mir, meine Heimatstadt für zwei Wochen zu verlassen, aber La Palma ist sicher eine tolle Abwechslung und das Wetter dort ist auf jeden Fall schon mal wärmer, sonniger und vor allem beständiger. Am liebsten würde ich all meine Freunde mitnehmen, aber das würde wohl den finanziellen Rahmen etwas überstrapazieren, wenn nicht sprengen. Dafür geht’s am 29. September nach Prag und das auch noch in fast voller Besetzung der Bornys. Das wird bestimmt ein toller Semesterferienabschluss, ich freu mich drauf!

Aber erstmal geht es für zwei Wochen in den sonnigen Süden. Trotz vorhandenen Internetanschlusses werde ich zwischendurch wohl nicht viel Berichterstattung leisten können, aber das kann ja alles noch nachgeholt werden. Allen Daheimgebliebenen wünsche ich viel Sonne und Erholung!

disappointed²

Veröffentlicht in everyday life am 15. August 2008 von stachelchen

Eigentlich war der Tag für mich schon gelaufen und dann lese ich sowas: Der Filmstart vom sechsten Harry-Potter-Film wird um ganze acht Monate verschoben – auf den 17. Juli 2009! Und das auch noch nur deswegen, weil für nächstes Jahr noch nicht so viele Blockbuster anstehen, die richtig viel Geld in die Kassen spülen könnten! Ich fühle mich auf gut deutsch verarscht und kann es noch gar nicht so richtig glauben. Aber sonst wäre es ein Scherz der ganz miesen Sorte.

Wie unpassend eigentlich, dass ich heute im Hygienemuseum in der Ausstellung über Glück war. Sie hat weder Antworten geliefert (was ich auch nicht erwartet hatte) noch gänzlich neue, überraschende Ansätze und Einblicke gegeben. Schade auch, dass es wenig interaktiv angelegt war, wie man es sonst als regelmäßiger Besucher des Hygienemuseums gewohnt ist. So bleibt meine Einstellung dieselbe wie vorher: Glück ist für mich, wenn es das Schicksal gut mit mir meint. Vieles kann man steuern, lenken, beeinflussen, aber letzten Endes ist da immer irgendetwas, was man nicht unter Kontrolle hat und über Glück oder Unglück entscheidet.

Heute hat wohl nicht nur Petrus einen schlechten Tag gehabt, denn ich wüsste nicht, dass es irgendwann einmal aufgehört hätte, zu regnen; nein, für alle Harry-Potter-Fans, denen die Kassen der Filmindustrie schlicht und ergreifend egal sind, war die Nachricht der Verschiebung des Filmstarts eine herbe Enttäuschung. Leider kann keine höhere Macht etwas an dieser Geldgier ändern, aber ich hoffe, dass die Fangemeinschaft einen Weg findet, die Verantwortlichen spüren zu lassen, wie sehr sie die Menschen enttäuscht haben. Sicher ist das kein Weltuntergang, aber auch kein sensibler Schachzug, zumal er so dürftig begründet wird.

Ich bin gespannt, ob das Schicksal einen Weg findet. Und wenn nicht, haben wir immerhin versucht, es herauszufordern.

entertained³

Veröffentlicht in everyday life am 13. August 2008 von stachelchen

Man sollte einem Comedian genau zuhören. Michael Mittermeiers grandioses „Zapped“ beginnt wie ein Edgar-Wallace-Film: Schüsse, psychedelische Musik, die Stimme, die verheißungsvoll verkündet „Hier spricht Edgar Wallace“. Der sympathische Bayer spricht Klaus Kinskis Rolle in „Neues vom Hexer“ an (und nicht etwa in „Der Hexer“, was später noch wichtig werden sollte), in der er auf seine unverwechselbare Art und Weise den Satz „Noch einen Wunsch, Mylady?“ zum Besten gibt (Wer es nicht kennt, sollte bei YouTube danach suchen – dort gibt’s das bestimmt, wie sonst alles aus der Welt der Medien.). Das wollte ich schon lange mal im Original von Kinski selbst hören, auch wenn Mittermeier das seinerseits perfekt nachzuahmen weiß.

Mein letzter Genuss von “Zapped“ war nun eine kleine Ewigkeit her und so folgte ich der falschen Annahme, dass Mittermeier über den Film „Der Hexer“ gesprochen hatte. Neulich kam der Film im Fernsehen und ich nahm ihn auf, weil mich Werbung nervt, wenn ich sie nicht vorspulen kann. Gestern war es dann so weit und ich sah mir „Der Hexer“ an, wartete auf Kinski und besagten Satz. Als nach siebzig Minuten kein Kinski zu sehen war, dämmerte es langsam. Falscher Film, kein Kinski – das war aber egal, weil der Film trotzdem gut war. Schwarz-weiß ist sowieso toll, dazu noch Dialoge, denen man ihr Alter nicht anmerkt und hintergründige Spannung.

Ich wünschte, heute würden Filme ebenso produziert. Ohne „Special-Effects“, die so viel kosten, wie viel nicht mal zwanzig Generationen meiner Familie in ihrem ganzen Leben verdient haben. Ohne hirnrissige Stunts, hirnlose Silikonwunder und haarsträubender (Nicht-) Logik. Das nur anbei, weil ich finde, dass es Grenzen gibt, die heutzutage offenbar bewusst von Regisseuren und Drehbuchautoren ignoriert werden.

Grenzen gab es im zweiten Film von gestern Abend nicht, was aber in dem Fall ganz gut so war. Es war vielmehr ein Drama als ein Krimi- oder Action-Film und da darf es ruhig surreal werden. Zumindest, wenn sich ein Großteil des Films in der Gedankenwelt des Protagonisten bewegt, wie in „Vergiss mein nicht!“. Verträumte Bilder, schöne Musik, ein ruhiges Erzähltempo trotz der unzähligen Gedankenströme – man kann sich richtig schön einfühlen und das hat mich an diesem Film fasziniert. Sicher ist das Collagenartige erstmal gewöhnungsbedürftig, aber wenn man sich eingefunden hat, lässt es einen nicht mehr los. Versteckte Perlen gibt es immer, man muss sie nur finden.

amazed

Veröffentlicht in everyday life am 10. August 2008 von stachelchen

Hach, das war gestern so lustig! Da habe ich so richtig gemerkt, dass wir uns alle viel zu selten sehen. Die Uni ist schuld, und vor allem die Prüfungen, die sich so lange hinziehen! Das verdient doch wirklich keiner. Für diesen schönen Abend brauchten wir nur ein kleines bisschen Roland Kaiser, Uno-Karten und etwas Nahrhaftes. Es kann so einfach sein!

Weiteres Fazit des Abends: Musik verbindet verschiedenste Menschen miteinander. Es ist doch unglaublich, dass sich 16-jährige, die zu weite Hosen und Käppi tragen, auf engstem Raum mit Shisha-rauchenden Studenten, Sektkorken-knallenden Mittvierzigern und hyterisch schreienden Junggesellinnenabschied-Feiernden vereinen. Von wegen Roland Kaiser hat nur Fans ab 60+. Gut, wir waren und sind zwar keine Fans, aber er hat unser Lied gespielt und Erinnerungen wachgerufen an sommerliche Abende in unserem schönen tschechischen Nachbarland. Da könnte man fast sentimental werden, aber dazu war es einfach zu lustig.

Normalerweise hätte ich so einen Eintrag bis zur Unkenntlichkeit mit Smileys ausgeschmückt, aber ich versuche hier, mich selbst einer Entziehungskur zu unterziehen. Allerdings ist das gar nicht so einfach, obwohl es doch genügend Wörter gibt, die einer Stimmung Ausdruck verleihen können. Die Macht der Gewohnheit eben. Aber ich arbeite daran, zumindest was das öffentliche Schreiben angeht. Man könnte sich ja auch die umgekehrten Smileys angewöhnen, die sehen wenigstens etwas innovativer und subtiler aus als die riesigen bunten Monster, die sich schlimmstenfalls noch bewegen können. Wenn sie doch nicht so universell einsetzbar wären…Einmal muss es heute sein, es geht nicht anders (:!

newborn

Veröffentlicht in everyday life am 9. August 2008 von stachelchen

An entspannten und ereignislosen Semesterferientagen kann man auch manchmal auf Ideen kommen…Ein Blog als Beschäftigungstherapie ist auch mal was Feines. Damit verbinde ich meine Leidenschaft zum Schreiben mit dem gelegentlichen Ablassen von Frust oder (was hoffentlich häufiger vorkommen wird) dem Teilen von schönen Momenten. Es geht schneller als von Hand zu schreiben und ist wirklich einfach zu bedienen. Unglaubliche Welt des Internets. Mal sehen, wie lange ich durchhalte! Der Anfang ist zumindest schon einmal gemacht.

Heute Abend gehts an die Elbe. Zu Roland Kaiser. Jaa, aber ohne Eintrittskarte. Ich gehöre zu den sparsamen Wiesensitzern, weil ich ja kein Fan bin. Im Gegenteil; eigentlich will ich auch nur ein bestimmtes Lied hören. Das weckt Erinnerungen an die Abifahrt nach Tschechien 2007. Da war das noch die beste Musik, die einem zu Ohren gekommen ist. Und es hat ein wenig das Gröhlen der betrunkenen fast-Abiturienten gedämpft. Also kein Wunder, wenn man dann anfängt, sowas zu mögen. Aber wir hatten unseren Spaß, wir fünf unter uns, und wir können uns sogar noch daran erinnern. Eine Seltenheit bei den Teilnehmern von Abschlussfahrten. Und das wird heute gebührend gefeiert!

In diesem Sinne – schachmatt!