Archiv für August, 2008

travelling

Veröffentlicht in everyday life am 18. August 2008 von stachelchen

Die letzten beiden Tage vor dem Urlaub sind immer die stressigsten und nervigsten. Aber irgendwie übersteht man sie immer, sodass man sich dann richtig auf die kommenden erholsamen Tage freuen kann.

Dank des Stadtfestes kam gestern schon richtig gute Stimmung auf – Fool’s Garden und ein Fresh Maker dienten als ganz angenehmer Lückenfüller bis zum großen Abschlussfeuerwerk des Dresdner Stadtfestes. Man kam sich vor wie in einer richtig großen Großfamilie, mitten unter tausenden von Menschen, von überall her, die gebannt in den Himmel schauten und – begleitet von leise geraunten Ah’s und Oh’s - das farbenfrohe Wunderwerk der Pyrotechnik bestaunten. Nach zehn Minuten war zwar alles schon wieder vorbei, aber die gute Stimmung blieb auch während des allgemeinen Aufbruchs noch erhalten. Man muss Dresden einfach lieben, spätestens nach so einem Abend kann man gar nicht anders.

Um so schwerer fällt es mir, meine Heimatstadt für zwei Wochen zu verlassen, aber La Palma ist sicher eine tolle Abwechslung und das Wetter dort ist auf jeden Fall schon mal wärmer, sonniger und vor allem beständiger. Am liebsten würde ich all meine Freunde mitnehmen, aber das würde wohl den finanziellen Rahmen etwas überstrapazieren, wenn nicht sprengen. Dafür geht’s am 29. September nach Prag und das auch noch in fast voller Besetzung der Bornys. Das wird bestimmt ein toller Semesterferienabschluss, ich freu mich drauf!

Aber erstmal geht es für zwei Wochen in den sonnigen Süden. Trotz vorhandenen Internetanschlusses werde ich zwischendurch wohl nicht viel Berichterstattung leisten können, aber das kann ja alles noch nachgeholt werden. Allen Daheimgebliebenen wünsche ich viel Sonne und Erholung!

disappointed²

Veröffentlicht in everyday life am 15. August 2008 von stachelchen

Eigentlich war der Tag für mich schon gelaufen und dann lese ich sowas: Der Filmstart vom sechsten Harry-Potter-Film wird um ganze acht Monate verschoben – auf den 17. Juli 2009! Und das auch noch nur deswegen, weil für nächstes Jahr noch nicht so viele Blockbuster anstehen, die richtig viel Geld in die Kassen spülen könnten! Ich fühle mich auf gut deutsch verarscht und kann es noch gar nicht so richtig glauben. Aber sonst wäre es ein Scherz der ganz miesen Sorte.

Wie unpassend eigentlich, dass ich heute im Hygienemuseum in der Ausstellung über Glück war. Sie hat weder Antworten geliefert (was ich auch nicht erwartet hatte) noch gänzlich neue, überraschende Ansätze und Einblicke gegeben. Schade auch, dass es wenig interaktiv angelegt war, wie man es sonst als regelmäßiger Besucher des Hygienemuseums gewohnt ist. So bleibt meine Einstellung dieselbe wie vorher: Glück ist für mich, wenn es das Schicksal gut mit mir meint. Vieles kann man steuern, lenken, beeinflussen, aber letzten Endes ist da immer irgendetwas, was man nicht unter Kontrolle hat und über Glück oder Unglück entscheidet.

Heute hat wohl nicht nur Petrus einen schlechten Tag gehabt, denn ich wüsste nicht, dass es irgendwann einmal aufgehört hätte, zu regnen; nein, für alle Harry-Potter-Fans, denen die Kassen der Filmindustrie schlicht und ergreifend egal sind, war die Nachricht der Verschiebung des Filmstarts eine herbe Enttäuschung. Leider kann keine höhere Macht etwas an dieser Geldgier ändern, aber ich hoffe, dass die Fangemeinschaft einen Weg findet, die Verantwortlichen spüren zu lassen, wie sehr sie die Menschen enttäuscht haben. Sicher ist das kein Weltuntergang, aber auch kein sensibler Schachzug, zumal er so dürftig begründet wird.

Ich bin gespannt, ob das Schicksal einen Weg findet. Und wenn nicht, haben wir immerhin versucht, es herauszufordern.

entertained³

Veröffentlicht in everyday life am 13. August 2008 von stachelchen

Man sollte einem Comedian genau zuhören. Michael Mittermeiers grandioses „Zapped“ beginnt wie ein Edgar-Wallace-Film: Schüsse, psychedelische Musik, die Stimme, die verheißungsvoll verkündet „Hier spricht Edgar Wallace“. Der sympathische Bayer spricht Klaus Kinskis Rolle in „Neues vom Hexer“ an (und nicht etwa in „Der Hexer“, was später noch wichtig werden sollte), in der er auf seine unverwechselbare Art und Weise den Satz „Noch einen Wunsch, Mylady?“ zum Besten gibt (Wer es nicht kennt, sollte bei YouTube danach suchen – dort gibt’s das bestimmt, wie sonst alles aus der Welt der Medien.). Das wollte ich schon lange mal im Original von Kinski selbst hören, auch wenn Mittermeier das seinerseits perfekt nachzuahmen weiß.

Mein letzter Genuss von “Zapped“ war nun eine kleine Ewigkeit her und so folgte ich der falschen Annahme, dass Mittermeier über den Film „Der Hexer“ gesprochen hatte. Neulich kam der Film im Fernsehen und ich nahm ihn auf, weil mich Werbung nervt, wenn ich sie nicht vorspulen kann. Gestern war es dann so weit und ich sah mir „Der Hexer“ an, wartete auf Kinski und besagten Satz. Als nach siebzig Minuten kein Kinski zu sehen war, dämmerte es langsam. Falscher Film, kein Kinski – das war aber egal, weil der Film trotzdem gut war. Schwarz-weiß ist sowieso toll, dazu noch Dialoge, denen man ihr Alter nicht anmerkt und hintergründige Spannung.

Ich wünschte, heute würden Filme ebenso produziert. Ohne „Special-Effects“, die so viel kosten, wie viel nicht mal zwanzig Generationen meiner Familie in ihrem ganzen Leben verdient haben. Ohne hirnrissige Stunts, hirnlose Silikonwunder und haarsträubender (Nicht-) Logik. Das nur anbei, weil ich finde, dass es Grenzen gibt, die heutzutage offenbar bewusst von Regisseuren und Drehbuchautoren ignoriert werden.

Grenzen gab es im zweiten Film von gestern Abend nicht, was aber in dem Fall ganz gut so war. Es war vielmehr ein Drama als ein Krimi- oder Action-Film und da darf es ruhig surreal werden. Zumindest, wenn sich ein Großteil des Films in der Gedankenwelt des Protagonisten bewegt, wie in „Vergiss mein nicht!“. Verträumte Bilder, schöne Musik, ein ruhiges Erzähltempo trotz der unzähligen Gedankenströme – man kann sich richtig schön einfühlen und das hat mich an diesem Film fasziniert. Sicher ist das Collagenartige erstmal gewöhnungsbedürftig, aber wenn man sich eingefunden hat, lässt es einen nicht mehr los. Versteckte Perlen gibt es immer, man muss sie nur finden.

amazed

Veröffentlicht in everyday life am 10. August 2008 von stachelchen

Hach, das war gestern so lustig! Da habe ich so richtig gemerkt, dass wir uns alle viel zu selten sehen. Die Uni ist schuld, und vor allem die Prüfungen, die sich so lange hinziehen! Das verdient doch wirklich keiner. Für diesen schönen Abend brauchten wir nur ein kleines bisschen Roland Kaiser, Uno-Karten und etwas Nahrhaftes. Es kann so einfach sein!

Weiteres Fazit des Abends: Musik verbindet verschiedenste Menschen miteinander. Es ist doch unglaublich, dass sich 16-jährige, die zu weite Hosen und Käppi tragen, auf engstem Raum mit Shisha-rauchenden Studenten, Sektkorken-knallenden Mittvierzigern und hyterisch schreienden Junggesellinnenabschied-Feiernden vereinen. Von wegen Roland Kaiser hat nur Fans ab 60+. Gut, wir waren und sind zwar keine Fans, aber er hat unser Lied gespielt und Erinnerungen wachgerufen an sommerliche Abende in unserem schönen tschechischen Nachbarland. Da könnte man fast sentimental werden, aber dazu war es einfach zu lustig.

Normalerweise hätte ich so einen Eintrag bis zur Unkenntlichkeit mit Smileys ausgeschmückt, aber ich versuche hier, mich selbst einer Entziehungskur zu unterziehen. Allerdings ist das gar nicht so einfach, obwohl es doch genügend Wörter gibt, die einer Stimmung Ausdruck verleihen können. Die Macht der Gewohnheit eben. Aber ich arbeite daran, zumindest was das öffentliche Schreiben angeht. Man könnte sich ja auch die umgekehrten Smileys angewöhnen, die sehen wenigstens etwas innovativer und subtiler aus als die riesigen bunten Monster, die sich schlimmstenfalls noch bewegen können. Wenn sie doch nicht so universell einsetzbar wären…Einmal muss es heute sein, es geht nicht anders (:!

newborn

Veröffentlicht in everyday life am 9. August 2008 von stachelchen

An entspannten und ereignislosen Semesterferientagen kann man auch manchmal auf Ideen kommen…Ein Blog als Beschäftigungstherapie ist auch mal was Feines. Damit verbinde ich meine Leidenschaft zum Schreiben mit dem gelegentlichen Ablassen von Frust oder (was hoffentlich häufiger vorkommen wird) dem Teilen von schönen Momenten. Es geht schneller als von Hand zu schreiben und ist wirklich einfach zu bedienen. Unglaubliche Welt des Internets. Mal sehen, wie lange ich durchhalte! Der Anfang ist zumindest schon einmal gemacht.

Heute Abend gehts an die Elbe. Zu Roland Kaiser. Jaa, aber ohne Eintrittskarte. Ich gehöre zu den sparsamen Wiesensitzern, weil ich ja kein Fan bin. Im Gegenteil; eigentlich will ich auch nur ein bestimmtes Lied hören. Das weckt Erinnerungen an die Abifahrt nach Tschechien 2007. Da war das noch die beste Musik, die einem zu Ohren gekommen ist. Und es hat ein wenig das Gröhlen der betrunkenen fast-Abiturienten gedämpft. Also kein Wunder, wenn man dann anfängt, sowas zu mögen. Aber wir hatten unseren Spaß, wir fünf unter uns, und wir können uns sogar noch daran erinnern. Eine Seltenheit bei den Teilnehmern von Abschlussfahrten. Und das wird heute gebührend gefeiert!

In diesem Sinne – schachmatt!